Veranstaltungen 2009
Ausstellung seltener Bauhaus-Kunst in Gera
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Vitrine mit zwei von Friedlaenders Töpfe- reien aus den 1960ern, beeinflusst von amerikanischen Traditionen |
22. Juni 2009. Anlässlich des 90. Jubiläums der Gründung des weltberühmten Bauhaus halfen Leipzigs Konsul für öffentliche Angelegenheiten James Seward und Mitarbeiter des Konsulats eine Ausstellung von Keramik - eine oft vernachlässigte Seite der
Bauhaus
-Kunst - auf den Weg zu bringen. Das Geraer Museum für Angewandte Kunst konnte durch großzügige Unterstützung zum ersten Mal eine Ausstellung arrangieren, die einen Rückblick auf Marguerite Friedlaender-Wildenhains künstlerisches Schaffen in Europa und den Vereinigten Staaten gewährt. Friedlaender wurde eine der einflussreichsten Töpfer, Keramikkünstler und Kunstlehrer. Als eine der frühen Absolventinnen der Bauhaus
-Schule war sie 1933 gezwungen, aus Deutschland auszuwandern. Nach einigen produktiven Jahren in den Niederlanden verließ sie Europa schließlich auf einem der letzten Schiffe im Jahr 1940 und machte - nach einem kurzen Aufenthalt an der Ostküste - Kalifornien zu ihrer neuen Heimat. Beeinflusst von (indianischer) amerikanischer Kunst wurde Friedlaenders
Pond Farm (in der Nähe von San Francisco) ein prägendes Bildungszentrum und eine Werkstatt für junge amerikanische Keramikkünstler.